VIII. Kurdische Kulturtage 2017

Rojên Çand û Hunera Kurdî


Die Kurden gelten als eines der ältesten Völker der Welt. Ihre Heimat Kurdistan, erstreckt sich über das Länderviereck Türkei, Iran, Irak und Syrien. Die kurdische Bevölkerungszahl liegt zwischen 35 bis 40 Millionen. Etwa 2 Millionen Kurden leben in Europa, davon 1 Million in Deutschland.

In den Klängen der Dengbej, der kurdischen Barden spiegelt sich die leidvolle Geschichte der Kurden wieder. In ihren Klageliedern erzählen die Dengbej in den vier Dialekten der kurdischen Sprache Kurmancî, Dimilkî, Soranî und Goranî über die Kurden, ihre Geschichte und all ihre Mythen. Die kurdische Sprache gehört zu den indogermanischen Sprachen.

Wie jedes Jahr, haben die VIII. Kurdischen Kulturtage den Anspruch den Besuchern mit Ihrem Programm die Kurdische Kultur näher zu bringen. Das reiche Kulturprogramm mit seinen vielfältigen Künstlern, Sängern und Schriftstellern wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt und wird in kurdischer und deutscher Sprache moderiert.

Wir wünschen allen Besuchern bereits jetzt eine gute Unterhaltung und Verbleiben herzlichst!

Projektteam Kurdische Kulturtage Nürnberg

EMail: info@kurdische-kulturtage.eu

Projektleitung: 0176 227 11 537

Adresse: Forsthofstr. 36, 90461 Nürnberg

1. Tag: Eröffnungsgala

  Nadia Visser

Die VIII. Kurdischen Kulturtage beginnen mit einer Folklore Choreografie, gefolgt von der Sängerin Nadia Visser und erreichen ihren Höhepunkt mit dem Sänger Mem Ararat. Nadia Visser, ist eine in Köln lebende niederländische junge Sängerin. Vor fünf Jahren gründete sie das niederländische Projekt namens „Music Generations“. Während ihrer Reise in die kurdische Provinz „Dersim“ verliebte sie sich in die bunte kurdische Kultur. Heute verbindet ihre Gruppe traditionelle und aktuelle kurdische Musik mit modernen europäischen Instrumenten. Ihre Lieder singt sie in den beiden kurdischen Dialekten Dimilkî und Kurmancî.

  Mem Ararat

Mem Ararat ist ein berühmter Sänger aus der kurdischen Provinz „Mêrdîn“. Seine Lieder sind voller Emotionen, deren Klänge das Leid der jahrhundertelangen Unterdrückung des kurdischen Volkes zum Ausdruck bringen. Seine Gabe des feinfühligen Einarbeitens der verworrenen Seiten des Krieges in seine Musik und die nur durch Musik und Kunst erreichbare Hoffnung auf ein neues Leben in Würde und Freiheit, verschafft dem Sänger eine Berühmtheit über die Grenzen seines Landes hinaus. Seine Lieder füllen bereits drei Alben und sein Song „Zana und Andok“ ist in aller Munde.

  Folklore

In der kurdischen Kultur spielen die Volkstänze eine essentielle Rolle, sowohl in kultureller als auch in sozialer Hinsicht. Folklore ist nicht nur das Tanzen, es ist wie ein Theaterstück. Es gibt Tänze welche die Jagd, die Ernte, die Liebe und den Kampf symbolisieren. Rituale, Sitten und Bräuche der kurdischen Gesellschaft werden Region- und Themenabhängig dargestellt und geben so unterschiedliche geschichtliche Abschnitte der traditionellen kurdischen Kultur wieder.

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Datum: Mittwoch, 24.05.2017, 18:00 Uhr

Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €

2. Tag: Kino & Vortrag

  Kino: Juli 14 (14 Tîrmeh)

14 Temmuz - Juli 14

Juli 14 - 14 Temmuz

14. Juli ist ein deutsch-kurdischer Spielfilm des Regisseurs Hasim Aydemir aus dem Jahre 2016.
Am 12. September 1980 ereignete sich in der Türkei ein Militärputsch, um den Kampf der Kurden für Menschenrechte und Freiheit niederzuschlagen. Ihre Existenz, Identität, Sprache und Kultur wurde Ihnen verweigert bzw. geleugnet. Ein bewegender Film.

  Vortrag MKM

Vortrag über das Mesopotamische Kulturzentrum in Istanbul

Das als keimzelle der kurdischen Kultur geltende Kulturzentrum von Istanbul, spielte eine essentielle Rolle bei der Entfaltung und Entwicklung der kurdischen Sprache und Kunst. Es brachte viele berühmte Künstler hervor. Ein reicher Vortrag über die Geschichte des „Navenda Çanda Mezopotamya“.

Filmhaus K4 / KunstKulturQuartier,, Königstr. 93, 90402 Nürnberg

Datum: Donnerstag, 25.05.2017, 16:30 Uhr

Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €

3. Tag: Podiumsdiskussion

Am 3. Tag der kurdischen Kulturtage findet eine Podiumdiskussion über die Menschenrechte, Freiheit und Demokratie im Mittleren Osten statt. Bevor wir mit den Redebeiträgen und der politischen Diskussion beginnen, gibt es eine musikalische Darbietung des Medya Volkshauses e.V. Die Podiumsteilnehmer/innen werden in ihrer jeweiligen Sprachen referieren. Die Lösung der kurdischen Frage wird aus drei Perspektiven beleuchtet. Eine Simultanübersetzung in die deutsche Sprache ist gewährleistet.

  BRITTA EDER

(Kurdistanexpertin, Anwaltin)

aus der deutschen Perspektive

  HATIP DICLE

(ehm. Abgeordneter & Ko-Vorsitzender des Demokratischen Kongresses der Völker)

aus der kurdischen Perspektive

  CELAL BAŞLANGIÇ

(Journalist und Chefredakteuer des Nachrichtensenders „+49 TV“)

aus der türkischen Perspektive

  MODERATION

(Moderation)

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Freitag, 26.05.2017, 18:00 Uhr

Eintritt: Frei

4. Tag: Open-Air Abschlusskonzert

  Koma Berxwedan

Koma Berxwedan

Die VIII. Kurdischen Kulturtage finden ihren Höhepunkt mit der Musikgruppe Koma Berxwedan beim Open-Air Konzert vor der Villa Leon. Koma Berxwedan, ist eine kurdische Musikgruppe, bestehend aus ca. 40 Sängerinnen und Sängern, deren meisten Lieder im Dialekt Kurmancî, aber auch Soranî, Goranî und Dimilkî geschrieben sind. Koma Berxwedan hat insgesamt 16 Alben. Wie der Name „Berxwedan“ schon sagt, handelt es sich um eine aufständische und revolutionäre Musikgruppe. Die Gruppe leistet mit ihrer Kunst vor allem für die Befreiung des kurdischen Volkes und das Zusammenleben der Völker und Kulturen im mittleren Osten einen enormen Beitrag. Sie ist seit dem Jahr 1983 auf diesem Gebiet sehr aktiv und dadurch sehr populär. Die Gruppe bereitet für die VIII. Kurdischen Kulturtage eine besondere musikalische Darbietung vor.

  Koma Jinen Azad

Die Erfolgreiche Frauenchor des Medya Volkshauses wird das Open Air Abschlusskonzert begleiten.

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Datum: Samstag, 27.05.2017, 18:00 Uhr

Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €

Kurdisches Zelt: „Konê Reş“

Konê Reş

In der Kurdischen Gesellschaft hat das Schwarze Zelt eine essentielle Rolle sowohl in kultureller als auch sozialer Hinsicht gespielt. Die Kurdischen Nomaden wanderten in die Hochgebirge um ihre Tiere zu weiden.

In den heißen Sommerzeiten gab ihnen das Zelt Zuflucht vor der herunter brennenden Sonne. Sie lebten mehrere Monate in den Zelten, die aus Ziegenwolle gewebt waren. Während dieser Zeit wurden die Zelte auf eine beeindruckende Art und Weiße eingerichtet und aufgeteilt, so dass es sogar ein Gästezimmer gab. Die Zelte wurden mit sämtlichen handgestrickten farbigen Decken, Vorhängen und Teppichen geschmückt. Die Ziegenwolle bietet auch Schutz vor Zecken und Skorpionen. Die Skorpione sind am Bauch sehr empfindlich da, sich in diesem Bereich ein Fühler befindet.

Sobald sie versuchen das Zelt zu betreten, verlieren sie wegen der harten Ziegenwolle die Orintierung und liefen wieder zurück.

Fotoausstellung: Laurence Grangien

Laurence Grangien

Die Fotokollektion, deren jedes einzelne Stück aus natürlichen Archivierungsmethoden entwickelt wurde, ist ein beeindruckender Beitrag von Laurence Grangien. Laurence stammt ursprünglich aus Frankreich, und lebt in Nürnberg. Sie ist Fotografin und Journalistin. In der Fotoausstellung geht es hauptsächlich um das leben der kurdischen Nomaden, der Kampf gegen den sog. IS und das Newrozfest in der kurdischen Provinz „Amed“.

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