Kurdische Kulturtage 2016

Rojên Çand û Hunera Kurdî


Die Kurden gelten als eines der ältesten Völker der Welt. Ihre Heimat Kurdistan, erstreckt sich über das Länderviereck Türkei, Iran, Irak und Syrien. Die kurdische Bevölkerungszahl liegt zwischen 35 bis 40 Millionen. Etwa 2 Million Kurden leben in Europa, davon 1 Million in Deutschland.

In den Klängen der Dengbej, der kurdischen Barden spiegelt sich die leidvolle Geschichte der Kurden wieder. Wie ein Klagelied erzählen die Dengbej über die Kurden mit all ihren Mythen in den vier Dialekten der kurdischen Sprache Kurmancî, Zazakî, Soranî und Goranî. Die kurdische Sprache gehört zu den indogermanischen Sprachen.

Wie jedes Jahr, haben die VII. Kurdischen Kulturtage den Anspruch den Besuchern mit Ihrem Programm die Kurdische Kultur näher zu bringen. Das reiche Kulturprogramm mit seinen vielfältigen Künstlern, Sängern und Schriftstellern wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt und wird in kurdischer und deutscher Sprache moderiert.

Wir wünschen allen Besuchern bereits jetzt eine gute Unterhaltung und Verbleiben herzlichst!

Projektteam Kurdische Kulturtage Nürnberg

EMail: info@kurdische-kulturtage.eu

Projektleitung: 0176 227 11 537

Adresse: Forsthofstr. 36, 90461 Nürnberg

1. Tag: Eröffnungsgala

  Hanî

Die VII. kurdischen Kulturtagen fangen mit einem Konzert der berühmten Sängerin Hanî an. Hanî ist eine bekannte Künstlerin aus der Provinz Sanandadsch im kurdischen Teil vom Iran und singt im Sorani Dialekt. Bekannt wurde sie durch ihre Art traditionelle kurdische Musik mit Einflüssen klassischer und moderner Musik zu kombinieren.

  Folklore

In der kurdischen Kultur spielen die Volkstänze eine essentielle Rolle, sowohl in kultureller als auch in sozialer Hinsicht. Folklore ist nicht nur das Tanzen, es ist wie ein Theaterstück. Es gibt Tänze welche die Jagd, die Ernte, die Liebe und den Kampf symbolisieren. Rituale, Sitten und Bräuche der kurdischen Gesellschaft werden Region- und Themenabhängig dargestellt und geben so unterschiedliche geschichtliche Abschnitte der traditionellen kurdischen Kultur wieder.

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Datum: Mittwoch, 04.05.2016, 18:00 Uhr

Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €

2. Tag: Kino & Vortrag

  Kino: Halbmond

“Halbmond“ ist ein Film über Grenzen.

Er zeigt eine Reise über zwei Landesgrenzen, aber auch eine Reise über die Grenzen des Möglichen hinaus, über Leben und Tod hinweg. Aktuelle Hintergründe vermischt Regisseur Bahman Ghobadi hierbei mit komischen Elementen, so dass der Film trotz ernstem Hintergrund nie trostlos wirkt. Die Schwierigkeiten des mal fröhlichen, mal zerstrittenen Familienclans, ein Konzert zu geben, werden unterhaltsam und witzig erzählt.

  Vortrag

Die Historischen Kurdischen Frauen

Die Geschichte von historisch wichtigen Kurdischen Frauen ist wie die des Phönix, der sich aus der Asche erhebt. Ein Vortrag über die Frauen, die in der kurdischen Geschichte eine wichtige Rolle gespielt haben, wollen wir ein Beispiel für die Emanzipation in unserer Gesellschaft aufzeigen und die vergessene Geschichte Kurdischer Frauen ans Licht bringen.Der Vortrag wird vom dem Kurdischen Frauen Büro für Frieden Ceni getragen

Filmhaus K4, Königstr. 93, 90402 Nürnberg

Datum: Donnerstag, 05.05.2016, 18:00 Uhr

Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €

3. Tag: Podiumdiskussion

Am 3. Tag der Kurdischen Kulturtage findet eine Podiumsdiskussion über die aktuelle Situation in Kurdistan statt. Bei dem hochkarätig besetzten Podium geht es um „Kommunale Selbstverwaltung, Möglichkeiten einer politischen und Demokratischen Lösung und die Zukunft Perspektiven in Kurdistan“ Die Podiumsteilnehmer/innen werden in ihren jeweiligen Sprachen referieren. Die Lösung der kurdischen Frage wird unter drei Aspekten beleuchtet. Eine Simultaneübersetzung in die deutsche Sprache ist gewährleistet.

  FIRAT ANLI

(Ko-Oberbürgermeister in Diyarbakır)

Demokratische Autonomie und Selbstverwaltung aus kurdische Sicht

  ROLF BECKER

(Politische Aktivist, Promininenter Regisseur)

Die kurdische Frage aus internationaler Sicht

  ERDOĞAN AYDIN

(Historiker und Journalist)

Demokratische Autonomie und Selbstverwaltung aus türkische Sicht

  MURAT ÇAKIR

(Moderation)

Kolumnist und Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Freitag, 06.05.2016, 18:00 Uhr

Eintritt: Frei

4. Tag: Open Air Abschlusskonzert

  Seyda Perinçek

Seyda Perinçek begann seine musikalische Karriere im mezopotamischen Kulturzentrum. (NÇM) Seyda Perinçek bekam und bekommt immer noch großes Lob und Anerkennung für seine Musik, seine Lieder und seine Musikverständnis. Er hat die Musik schon im Kindesalter entdeckt und bis heute schon bis zu 800 Gedichte und Texte verfasst. Er hat jahrelang in NÇM Musik unterrichtet. Neben seiner gesanglichen Überlegenheit ist der Seyda ein natürlicher Virtuose der anatolischen Gitarre im Volksmund auch Saz genannt.

  Bajar

Das Highlight der 7.Kurdischen Kulturtagen erreicht seinen Höhepunkt mit Bajar und Seyda Perinçek beim open air Konzert vor der Villa Leon. Vedat Yıldırım von der Musikgruppe Bajar (Kurdisch für „Stadt - Urban“) präsentiert sein kulturelles Projekt, er passt kurdische Volkslieder den Bedürfnissen der vor etwa 20 Jahren in die Städte migrierten Jugendlichen an. Bajar lässt den dabei entstandenen Musikstil kurdisch-türkischen Folk-Rock des Mittleren Ostens mit Elementen aus den Ursprüngen des alternativen Rock verschmelzen. Mit zwei Alben Nêz Be (Nähere dich) und B‘Xêr Hati (Willkommen) lädt uns Bajar eine Reise in die Musik und zu uns selbst ein.

Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

Datum: Samstag, 07.05.2016, 18:00 Uhr

Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €

Kurdisches Zelt: „Konê Reş“

Konê Reş

In der Kurdischen Gesellschaft hat das Schwarze Zelt eine essentielle Rolle sowohl in kultureller als auch sozialer Hinsicht gespielt. Die Kurdischen Nomaden wanderten in die Hochgebirge um ihre Tiere weiden zu lassen. In den heißen Sommerzeiten gab ihnen das Zelt Zuflucht vor der herunter brennenden Sonne. Sie lebten mehrere Monate in den Zelten, die aus Ziegenwolle gewebt waren. Während dieser Zeiten wurden die Zelte auf eine beeindruckende Art und Weiße eingerichtet und aufgeteilt, so dass es sogar ein Gästezimmer gab.

Die Zelte wurden mit sämtlichen handgestrickten farbigen Decken, Vorhängen und Teppiche geschmückt. Die Ziegenwolle bietet auch Schutz vor Zecken und Skorpionen.

Die Skorpione sind sehr empfindlich am Bauch, da sich ein Fühler in diesem Bereich befindet.

Sobald sie versuchen das Zelt zu betreten, verloren sie wegen der harten Ziegenwolle die Orientierung und liefen wieder zurück.

Fotoausstellung: Martin Dolzer

Martin Dolzer, 1966 in Kiel geboren. Soziologe und Musiker. Autor des Buches „Der türkisch-kurdische Konflikt / Menschenrechte-Frieden-Demokratie in einem demokratischen Land“. Landtagsabgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft für DIE LINKE.

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